Den Quellen auf der Spur
Chronik des "Eichenhofes":
Grandern, Eichenhof, Lifte und Granderschupf im Rückblick
Auf vier Ebenen hat die Familie Reiter im St. Johanner Winkl, auf der Schattseite am Fuße des Kitzbüheler Horns,innerhalb von fast fünf Jahrzehnten ihr Schaffen gestellt: Auf den Bau des Bauernhauses Eichenhof, die Errichtung der Schilifte, des Hotels Edelweiß und des Berggasthauses Grander Schupf an der Mittelstation der Lifte. Doch gehen wir chronologisch vor: Der Name „Grander" in Verbindung mit der Schupf stammt vom Heimathof der Gattin des jetzigen Seniorbauern, Anna Reiter geb. Waltl. „Grandern" stand auf der südlichen Straßenseite im Weiler Almdorf zu St. Johann. Weil dieser seit Jahrhunderten bestehende Hof baufällig war bzw. wenig landwirtschaftliche Nutzungsfläche aufwies, wurde im Jahre 1960 ca. 1 km östlich des alten
Grandern ein neuer Bauernhof, nämlich der „Eichenhof", gebaut. Zur Erklärung dieses Namens: Als der neue Hof eingeweiht wurde und der Tiroler Landeshauptmann aus diesem Anlass zu Gast bei Familie Reiter war, war ein Name des Hofes noch nicht gefunden. - Landesvater Wallnöfer hatte die Idee, das Anwesen, angesichts mehrerer schöner
Eichen nach diesen Bäumen zu benennen. - Gesagt, getan: seither heisst das Bauernhaus "Eichenhof".

Hof Grandern |

Eichenhof |
NEUBAU DES BAUERNHOFES
Alsdann entstand dort, wo jetzt der Liftparkplatz und die Talstation anschliessen, ein neuer Bauernhof an der Hochkönig-Bundesstraße, etwa 1,5 km östlich von St. Johann Mitte. Ein Hof dessen Blumenschmuck im Sommer stets beeindruckt. Im Hause sind auch Appartements zur Gästevermietung untergebracht. - Kaspar Reiter und seine Frau Anna, die früh verstarb, waren Bauersleute und die „Erbauer" des Hofes. Aus der Ehe der beiden entstammen die Kinder Anna und Johann. Anna verehelichte sich mit Georg Kistner und die beiden errichteten 1983 das Hotel Edelweiß, einen Steinwurf vom Eichenhof entfernt. Johann Reiter (landw. Meister, seilbahntechnische Ausbildung) wurde später Bauer des Eichenhofes.
SCHIREGION UND LIFTEBAU
Doch vorerst ging Vater Kaspar daran, seine Vision einer Ferienregion und deren Strukturen in diesem Teil von St. Johann zu verwirklichen. Es entstanden Liftanlagen, die sich von einem kleinen Übungslift in Talnähe zu 2 Sektionen Schlepper bis hinauf in 1300 m Seehöhe entwickelten. 1977/78 gingen die Lifte in Betrieb.
ERSTE GRANDER SCHUPF
An der Mittelstation (nach Ende der 1. Sektion auf knapp 1000 m Seehöhe) war ein schöner Platz, um die Schigäste zu bewirten. Im 1. Winter noch musste man mit einem Getränke und Jausen-„Standl", das die Schifreunde versorgte, auskommen. - Doch im Jahr darauf (1979) baute man die „erste" Grander Schupf, ein gemütlich kleineres Berg-Gasthaus, das viele Jahre von Kaspar Reiter und seiner Familie des Winters im SB - Betrieb bewirtschaftet wurde.

Grander Schupf einst
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KOMPETENZ IN DER FAMILIE
Johann Reiter, sein Sohn, heiratete Maria Hauser aus Oberndorf, aus dieser Ehe kamen 3 Kinder: Michael, Hanspeter und Anneliese. Die beiden letzteren schlugen mit gastronomischen Ausbildungen den Weg des Tourismus ein und sind heute sozusagen als dritte Generation der „neuen" Grander Schupf tätig. - Und da sind wir schon beim vorläufig letzten großen Schritt angelangt: der mittlerweile weitbekannten Grander Schupf! Das architektonisch und gastronomisch beeindruckende Gasthaus ist in aller Munde und konnte zahlreiche Schifahrer, Gäste (es führt eine gute Straße hinauf) und nicht wenige prominente Leute bewirten. Immer wieder sind es musikalische und gastronomische Veranstaltungen, die den Namen Grander Schupf in die Welt hinaus tragen. Die seit 2001 bestehende „neue" Schupf wird im Ganzjahres - Betrieb geführt und darf sich aufgrund seines einzigartigen Almhüttenstils in Kooperation mit technischer Modernität wohl als Erlebnis - Gastronomie hohen Niveaus sehen. Waren es bei der
ersten Schupf noch etwa 70 Leute, die darin Platz fanden, so fühlen sich heute an die 250 Leute dort wohl. - Der ganze Betrieb, also Schupf und Lifte, schafft Arbeit für ca. 35 Leute.

Familie Reiter |
TEAMARBEIT
Die wichtigsten Agenden des ganzen Betriebes „Eichenhof" sind dennoch Familiensache. Jeder ist in seiner Kompetenz voll gefordert und verantwortlich, und trotzdem ist eines nicht übersehbar: die Teamarbeit! Hans (Johann) ist Bauer, Liftbetreiber und Schupf-Eigner, mit Maria hat er eine kongeniale Partnerin zur Seite. Die Kinder Hanspeter (Küchenchef) und Anneliese (Service, Sommelier) sind in der Grander Schupf an führender Stelle tätig.
Mittlerweile gibt es schon die vierte Generation und diese ist zur Zeit des Verfassens dieser Chronik (2006) schon dem Windelalter entwachsen.

Grander Schupf heute |
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